Exerzitien im Klostergut Harpfetsham mit Pater Anselm Kraus OFMConv

Wie immer, so auch dieses Mal, waren es Tage besonderer Art: die Einzelexerzitien mit Pater Anselm Kraus (links auf dem Foto). Mit dem Thema „Loslassen führt in die Freiheit“ geleitete er uns (siehe Teilnehmer:innen) durch fünf Tage. Die Tagesimpulse gingen tief, regten das Nachdenken und die Selbstreflexion an. Die täglichen Einzelgespräche mit dem lebenserfahrenen geistlichen Begleiter halfen, dem eigenen Leben -wieder- auf die Spur zu kommen. Das gemeinsame Beten am Morgen und am Abend und die Feier des Gottesdienstes in der Mitte des Tages bildeten den geistlichen Rahmen. Die traumhaft schöne Umgebung und die aufmerksame Verpflegung und Versorgung im Klostergut Harpfetsham gaben den Tagen ein wohltuendes Gepräge. Das Miteinander machte Freude und mit einem gegenseitig zugesprochenen pace e bene fuhren wir gestärkt und froh nach Hause.

Schwesternwallfahrt zur Mutter Gottes nach Ainhofen

Am Gedenktag des Gedächtnisses der Schmerzen Mariens am 15.September, machten wir Schwestern uns auf zu einer Wallfahrt zum Gnadenbild der Muttergottes in Ainhofen.

                 Die Schwestern in der  Kirche in Ainhofen                                                                                    Der Hochaltar mit dem Gnadenbild

Die katholische Filial- und Wallfahrtskirche St. Maria in Ainhofen, gehört zur Gemeinde Markt Indersdorf im oberbayerischen Landkreis Dachau.  Ainhofen ist seit über 500 Jahren Wallfahrtsort, der auf ein Wunder des Jahres 1519 beziehen soll. Höhepunkt der Marienwallfahrt war um das Jahr 1700. Ziel der Wallfahrt ist die romanische Figur einer stillenden Madonna aus Lindenholz. Sie wurde um 1130 geschnitzt und ist damit die älteste Marienfigur im mitteleuropäischen Raum. Über mehrere Jahrhunderte stand die Skulptur in der Klosterkirche Indersdorf, bevor sie um 1500 nach Ainhofen kam. Franziskanerpater Markus aus München, assistiert von Diakon Moritz Waldhauser, feierte mit uns einen schönen Gottesdienst. Diakon Waldhauser erläuterte bei der Predigt sehr schön das Gnadenbild der stillenden Madonna als nährende Muttergottes.

             Sr. M. Fortunata lauscht den Worten von Diakon Waldhauser                                          Das Originalbild der stillenden Madonna 

Nach dem Gottesdienst berichtete Diakon Waldhauser zur Geschichte der Kirche und zum Gnadenbild. Eng mit de Gründung des Augustiner-Chorherrenstiftes Indersdorf 1128 ist das etwa zeitgleich entstandene romanische Bildwerk verbunden. Die Skulptur der nährenden Madonna gehört zu den ältesten erhaltenen Figuren dieses seltenen Typus in Mitteleuropa. Das Gnadenbild und die Wallfahrtskirche wurden in den vergangenen Jahren aufwändig restauriert. Beeindruckt von den Schilderungen und voll Freude über diesen besonderen Gnadenort fuhren wir Schwestern weiter und beendeten die Wallfahrt bei einer deftigen Brotzeit und regem Austausch im Gasthof Geschwendtner in Langenpettenbach.

 

 

Nachruf Sr. M. Concordia Schuller

Am Sonntag, den 4.September 2022, ist unsere liebe Mitschwester Maria Concordia Schuller im Alter von fast 98 Jahren heimgegangen in die ewige Heimat bei Gott. Der Kreis eines langen Lebens hat sich vollendet. Schwester Maria Concordia wurde am 16. Oktober 1924 im Landkreis Neumarkt geboren und noch am gleichen Tag auf den Namen Isabella getauft. Im Kreis von zwölf Kindern wuchs sie auf dem elterlichen Bauernhof auf. Im Januar 1947 trat sie im Alter von 23 Jahren als Kandidatin in unser Kloster ein und erhielt bei der Einkleidung 1949 den Ordensnamen Schwester Maria Concordia. 1951 legte sie die erste Profess und 1957 die ewige Profess, die Profess auf Lebenszeit ab. Nach dem Ordenseintritt arbeitete sie zunächst ein halbes Jahr in der Bäckerei mit und war dann 34 Jahre in unterschiedlichen Wohngruppen des heutigen Franziskuswerk tätig. Sie qualifizierte sich für ihre Aufgabe bereits 1950 als Krankenschwester und 1976 mit der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Im Jahr 1982 begann für Schwester Maria Concordia nochmals ein ganz neuer Wirkungsbereich, als ihr die Aufgabe als Hausoberin in unserem Klostergut Harpfetsham anvertraut wurde. Mit viel Umsicht und Aufmerksamkeit hat sie es zusammen mit den dort tätigen Mitarbeitenden und Schwestern verstanden, uns Schönbrunner Mitschwestern ein schönes und einladendes Urlaubsdomizil zu schaffen und zu erhalten. Das Nachlassen der körperlichen Kräfte und zunehmende Beschwerden des Alters erforderten es, dass Schwester Maria Concordia im Juli 2012 von Harpfetsham zurück nach Schönbrunn kam und seither im Schwesternaltenheim St. Raphael lebte. Mit Offenheit und innerer Bereitschaft hat sie sich auf diese Veränderung eingelassen, wenn es sie auch ganz sicher schmerzte, das von ihr geliebte Klostergut Harpfetsham zu verlassen. In Dankbarkeit und Zufriedenheit erlebte sie weiterhin ihren Lebensabend im Kreis ihrer Mitschwestern in Schönbrunn. Bis in die letzten Lebenstage hinein konnte sie voll und ganz am Gemeinschaftsleben teilhaben. Die tägliche Hl. Messe, das gemeinsame Beten, ihre Gebetsecke im Zimmer, dies waren Kraftquelle für ihr geistliches Leben. Mit dem Rosenkranz in der Hand konnte man sie oft antreffen. „Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn, meine Seele soll jubeln über meinen Gott“. Dieser Vers, der so ganz zur Lebenshaltung und Frömmigkeit von Schwester Maria Concordia passt, wurde ihr in das Sterbebild geschrieben. Wir danken unserer Mitschwester für ihr Sein und Wirken in den 75 Jahren des Lebens in unserer Gemeinschaft mit einem aufrichtigen „Vergelts’Gott“.

Nachruf Sr. M. Bernadette Wocheslander

„Am Nachmittag des 3.September 2022 hat Gott der Herr über Leben und Tod seine treue Dienerin, unsere liebe Mitschwester Sr. M. Bernadette Wocheslander, zu sich in Seinen himmlischen Frieden heimgeholt.“ So schrieben es die Schwestern von der Heimsuchung Mariens in Zangberg in den Nachruf für Sr. M. Bernadette Wocheslander. Sr. M. Bernadette gehörte zu den Schwestern der Heimsuchung Mariens. Sie wurde 1930 in Gemelkofen/Niederbayern geboren und wuchs dort auf dem elterlichen Anwesen auf.1953 trat sie in das  Salesianerinnen Kloster Pielenhofen bei Regensburg ein und lebte in dieser Gemeinschaft bis 2005. Sie war viele Jahre in Küche und Haushalt tätig. Die Mitschwestern schätzten sie als einfache, frohe und geduldige Schwester. Wegen einer schweren fortschreitenden Krankheit wurde sie pflegebedürftig und kam, 75jährig, im Mai 2005 in das Pflegeheim „Bürgerstift“ in Regensburg. Als dieses Pflegeheim umfassend renoviert werden musste, wurde sie im Mai 2015 bei uns in Schönbrunn, in unser Schwesternaltenheim St. Raphael aufgenommen. Geduldig ertrug Sr. M. Bernadette auch hier die von Krankheit und Pflegebedürftigkeit geprägten Jahre bis ins hohe Alter von 92 Jahren. Möge sie nun ewige Freude und ewigen Frieden bei Gott erfahren.

Zusammenhelfen bei der Apfelernte

         

          Sr. M. Barbara mit den Schwestern beim Äpfel pflücken                                     Gemeinsam sind wir stark – Schwestern und Hausmeister!

Die einen ins Körbchen, die anderen zum pressen. Wieder können wir in diesem Jahr dankbar sein für die reichliche Apfelernte. Das Schüttel- und Fallobst kam zum Pressen um köstlichen Natursaft zu gewinnen. Die gepflückten Äpfel werden sorgsam in Kisten gesammelt, um noch lange davon essen zu können.

               

Hausmeister Manuel B. beim Äpfel pressen                                                                            zu köstlichem Apfelsaft                                                 

Schönbrunner Hausmeisterservice im Klostergut Harpfetsham

     Hans H. beim Streichen der Garagentore                Eine neue Gitterwand für die Bank bei der Marienkapelle        Das Brunnenhaus erstrahlt in neuem Glanz

Was sie nicht alles können, unsere Hausmeister! Sie reparieren und pflegen mit Erfahrung und Kompetenz in Haus und Garten. Bei uns in der Klosteranlage der Franziskanerinnen von Schönbrunn. Nun aber stellten sie ihre Umsicht und ihr Können auch in unserem Klostergut Harpfetsham im Landkreis Traunstein unter Beweis. Dies und jenes brachten sie auf Hochglanz und erledigten verschiedenste Kleinarbeiten. Alle Achtung!

Schwester Maria Domitilla feierte ihren 90. Geburtstag

Am 19. August 2022 feierte Schwester Maria Domitilla ihren 90. Geburtstag; ganz wie es ihrer Persönlichkeit zu eigen ist, mit einem frohem Herzen und in großer Dankbarkeit.

Schwester Maria Domitilla wurde von den Mitarbeiterinnen und den Mitschwestern ihrer Wohngemeinschaft morgens mit einem Geburtstagsständchen überrascht und ein selbstgefertigter Blumenkranz schmückte ihre Zimmertüre. Am Vormittag gratulierten die Schwestern der Generalleitung, Herr Markus Holl, Vorstand der Viktoria-von-Butler-Stiftung und Herr Bürgermeister Kugler. Beim gemeinsamen Geburtstagskaffee am Nachmittag erklangen viele altbekannte Lieder, denn Sr. M. Domitilla hat eine besondere Freue am Singen und erstaunt immer neu mit ihrer Merkfähigkeit zu den Texten über viele Strophen hinweg. Auch die jüngste Schwester von Schwester Maria Domitilla kam gemeinsam mit ihrem Ehemann sowie Nichten und Neffen zum Geburtstagsbesuch nach Schönbrunn. Es waren frohe Stunden der Begegnung und Erinnerung.

 

 

Nachrichten aus dem Vogelhaus

 

                      Das Vogelhaus                Sr. M. Fortunata mit dem jüngsten Sprössling (auf dem Zweig)         Eine kleine Auswahl der schönen, bunten Vogelschar

Auch das gibt es bei den Franziskanerinnen in Schönbrunn: Ein Vogelhaus mit verschiedenen, farbigen Kanarienvögeln, Wellensittichen…..! Sr. M. Fortunata führt die Tradition unserer verstorbenen Sr. M. Notgera fort. Auch diese hielt es mit den Vögeln und hatte sogar mehrere Papageien. Sr. M. Fortunata sorgt fürsorglich für ihre Vögel und freut sich über jeden Nachwuchs. Dem jüngsten Sprössling (siehe Foto in der Mitte) hat sie sogar die stark verschmutzten Füßchen gewaschen und er ließ es sich gerne gefallen, ja, er hat das Fußbad offensichtlich genossen. Weiterhin viel Glück und Freude wünschen wir unserer Schwester mit ihren Vögeln.

Herr Valentin Schmitt verabschiedete sich nach 17 Jahren als Geschäftsbereichsleiter Arbeit und Förderung im Franziskuswerk Schönbrunn

Sr. M. Johanna, Hr. Valentin Schmitt, Sr. M. Barbara, Sr. M. Benigna (von links)

Herr Valentin Schmitt begann seine Tätigkeit im Franziskuswerk Schönbrunn im Mai 2005. Als Sozialpädagoge und Betriebswirt hatte Herr Schmitt beste Voraussetzungen für die anspruchsvolle Tätigkeit als Leiter des Bereiches Arbeit und Förderung im Franziskuswerk Schönbrunn. 17 Jahre hindurch gestaltete und leitete er diesen wichtigen Sozialbereich für Menschen mit Behinderung und deren Anrecht auf Teilhabe am Arbeitsleben zusammen mit vielen Mitarbeiter:innen. Am 1.September beginnt nun seine Freistellungsphase als Übergang in den Ruhestand. Es war Herrn Schmitt ein Bedürfnis, so seine Worte, sich auch bei uns Schwestern zu verabschieden. Über die vielen Jahre fühlte er sich mit uns Schwestern sehr verbunden. Bei Kaffee und Kuchen konnten wir Schwestern uns mit ihm über gemeinsam Erlebtes austauschen. Herr Schmitt betonte, dass er sich immer der Wurzeln des Franziskuswerkes bewusst war und dies auch in seiner Tätigkeit zum Ausdruck brachte. Stellvertretend für Generaloberin Sr. M. Gabriele, die wegen Urlaub nicht anwesend war, dankte Sr. M. Barbara Herrn Schmitt für seine Loyalität und seinen langjährigen Dienst in Schönbrunn. Sie wünschte ihm Gottes Segen für die neue Lebensphase und gab ihm ein Präsent aus der Klosterküche mit auf den Weg.

Sanierungsmaßnahme Haus St. Margaretha – es geht los!

Nach den bisherigen Rückbaumaßnahmen beginnen in diesen Tagen die Rohbauarbeiten für die Sanierung unseres Hauses St. Margaretha. Dies hat zur Folge, dass ab sofort die Baustelle großräumig gesichert wird und daher die Nutzung der Wege südlich und nördlich von Haus St. Margaretha (siehe Fotos) für Fahrten nicht mehr zur Verfügung stehen und für Fußgänger erheblich eingegrenzt werden. Der barrierefreie Zugang zur Kirche St. Josef bleibt während der gesamten Bauphase geöffnet.

Es ist deshalb erforderlich, ab sofort den Hofmarkweg nördlich des Hauses St. Bonifaz und südlich den Kräuterweg als Wegeführung zum Schloss und zu den Häusern St. Maria, St. Anna, St. Notburg und St. Klara zu benutzen.