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85. Geburtstag von Schwester Maria Sebalda Neger – 4.02.2023

Sr. M. Stilla                   Sr. M. Sebalda               Sr. M. Consilia

Am 03. Februar 2023 feierte unsere Schwester Maria Sebalda Neger ihren 85. Geburtstag. Mit einem Glas Sekt konnte die rüstige Jubilarin mit ihren beiden Schwestern, Sr. M. Stilla und Sr. M. Consilia, Herrn Pfarrer Michael Bartmann,  dem Bürgermeister Herrn Dieter Kugler, dem Vorstand der Viktoria-von-Butler-Stiftung Herrn Markus Holl und den Schwestern der Ordensleitung auf ihren Ehrentag anstoßen. „Die erste Gratulantin war die Mitarbeiterin im Nachtdienst, die am gleichen Tag Geburtstag hat, nur halt einige Jahre jünger ist“, so erzählte Schwester Maria Sebalda mit einem Schmunzeln. Am kommenden Sonntag erhält Schwester Maria Sebalda Besuch von Angehörigen und lieben Bekannten. Und das nächste Fest ist schon in Sicht: Im April feiert Schwester Maria Sebalda ihr 65-jähriges Ordensjubiläum.

Einstimmung zum „Tag des geweihten Lebens“ – 1.02.2023

                Sr. Christina Mülling OSF, Sießener Franziskanerinnen

Geschäftsführerin und Bildungsreferentin der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft (INFAG) in Würzburg

Das Ordensleben steht im Mittelpunkt des „Tages des geweihten Lebens“ am 2. Februar. Papst Johannes Paul II. hatte den Tag am Kirchenfest „Mariä Lichtmess“ im Jahr 1997 eingeführt, um die Wertschätzung von Orden und anderen Gemeinschaften geistlichen Lebens zu fördern. So war es richtig schön, dass wir Franziskanerinnen von Schönbrunn am Vortag mit und durch Sr. Christina Mülling eine Einstimmung in diesen Tag machen und uns unserer Berufung in ihrer Tiefe und Weite neu bewusst werden durften.

Immer  sollen sie in sich selbst Wohnung und Bleibe bereiten ihm, der da ist der Herr, der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist, auf dass sie mit ungeteiltem Herzen in die alles umfassende Liebe hineinwachsen und sich beständig zu Gott und zum Nächsten bekehren“ (Regel des Heiligen Franziskus Kapitel 2,8). 

Diese Weisung des Heiligen Franziskus war Ausgangspunkt und Inhalt der Einstimmung in den Tag des geweihten Lebens mit Sr. Christina Mülling. Sr. Christina führte mit verschiedenen Impulsen durch den Tag und lud uns ein, in kleinen Gruppen dem Vorgetragenen nachzuspüren und die Erfahrungen dazu im Austausch miteinander zu teilen. Sr. Christina war mit ihren Ausführungen und Erfahrungen, die sie mit uns teilte, ein Geschenk für uns alle.

Gedenktag der Opfer der Aktion T4, 18.1.2023 – 20.01.2023

          Gedenkfeier in der Kirche St. Josef

Heute vor 83 Jahren, am 18. Januar 1940, fand die erste Deportation der nationalsozialistischen Gasmordaktion T4 von der „Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar“ in die Tötungsanstalt Grafeneck statt. Nur zwei Monate später, am 20. März, folgte der erste Abtransport von 177 Schönbrunner Frauen und Männern nach Eglfing-Haar. Bis 1945 sollten es 546 Menschen sein, die entweder dort oder in der Tötungsanstalt Hartheim umgebracht wurden.

Mit der erstmaligen Gedenkfeier am 18. Januar folgen wir einer Initiative des Bezirks Oberbayerns und verschiedener Historiker:innen, besonders der Opfer dieser sog. „Aktion T4“ und damit auch dem Beginn der systematischen Massen-Vernichtung von Menschen zu erinnern.

Erinnert werden? Nein, es geht um aktives Erinnern – im besten Wortsinne: ver-inner-lichen. Oder um das lateinische Wort für „erinnern“ zu bemühen: recordare – wörtlich: „dem Herz zurück geben“. Erst wenn wir Erinnerung mit dem Herz verbinden, wird es uns möglich sein, die richtigen Schlüsse für die Zukunft, daraus Haltung und Handeln zu entwickeln. Natürlich erinnert uns ein Tag wie heute an das grausame Schicksal von 546 Menschen aus unserem Dorf. Doch gerade an solch einem Tag sollten wir uns darüber hinaus daran erinnern, wachsam zu sein, wo heute das System über dem Menschen steht: in unserer eigenen Organisation hier im Franziskuswerk, in unseren Kirchen, in unserer persönlichen Haltung.

Nils Minkmar, Journalist der Süddeutschen Zeitung, schreibt: „Die Erinnerung ist Warnung und Vorbereitung zugleich: Wie wird man sich an uns eines Tages erinnern? An Menschen, die in Wohlstand und Freiheit aufgewachsen sind, dies alles wissen konnten und dann doch, unentschlossen und vor lauter persönlicher Sinnsuche nach dem schönen, individuellen Glück empathielos geworden sind und den Aufstieg der Feinde der Freiheit hingenommen haben?“

Nutzen wir also den Ethos der Menschenwürde, der in unserem Stiftungsverbund so viele Menschen Tag für Tag antreibt, als „Gegengift“ gegen diese Entwicklungen. Nehmen wir die Dinge und Umstände, die Menschen mit Behinderung in ihrem Leben beschneiden, nicht einfach achselzuckend als unveränderbar hin. Bewahren wir Haltung, wenn es heißt „das darf doch noch gesagt werden…“

Und schließlich: nehmen wir aus unserem Christ-sein Verantwortung wahr: aus einem Verständnis, dass Christ-sein tätige Solidarität ist, und aus einer Frage, wo Gott uns sehen möchte. Auf den Ruf Gottes gibt es im Alten Testament immer wieder eine Antwort der Menschen: Hier bin ich.

Ja: Hier bin ich. Nimm mich in die Pflicht, Gott. Und stärke mich dabei.

(Aus der Ansprache von Markus Holl, Stiftungsvorstand der Viktoria-von-Butler-Stiftung und Geschäftsführer des Franziskuswerk Schönbrunn gGmbH)

85. Geburtstag von Schwester Maria Clementine Bodmaier – 10.01.2023

Am 10. Januar 2023 feierte unsere Schwester Maria Clementine ihren 85. Geburtstag. Die Mitschwestern und Mitarbeiterinnen ihrer Wohngemeinschaft gratulierten schon früh am Morgen mit einem Geburtstagslied und Blumen. Später konnte Schwester Maria Clementine mit den Schwestern der Ordensleitung und Herrn Pfarrer Bartmann auf ihren Ehrentag anstoßen. Schwester Maria Clementine ist eine aufmerksame Leserin der Tageszeitung und so war es nicht verwunderlich, dass bei den Gesprächen in der Kaffeerunde vielerlei Themen des aktuellen Tagesgeschehens angesprochen wurden. Ebenfalls interessiert sich Schwester Maria Clementine für alles Geschehen in Orden und Franziskuswerk, im Pfarrverband und in der Gemeinde. Sie kennt viele Personen und kann sich oft detailliert an Ereignisse erinnern, so sind ihre Erzählungen immer lebendig und aufschlussreich. Schwester Maria Clementine ist die älteste von sieben Geschwistern und selbstverständlich gibt es auch noch eine Feier mit Angehörigen und Bekannten.

Gott segne das neue Jahr! – 1.01.2023

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Was mag das neue Jahr uns bringen, was hat das alte uns gebracht? Diese Fragen bewegen uns beim Verabschieden des alten Jahres und beim Eintreten in das neue Jahr.

Mögen wir von der Erfahrung und von dem Vertrauen getragen sein, dass wir behütet und getröstet von Gott und guten Menschen das alte Jahr beenden und das neue Jahr beginnen können.

Weihnachten 2022 in der Kirche St. Josef – 29.12.2022

 Festliche Gestecke links und rechts vom Tabernakel          Die Krippe mit Christbaum an den Altarstufen                  Das wunderbare Gesteck an der Amboseite

Seit vielen Jahrzehnten ist es Tradition, dass zwei große Christbäume ab Heiligen Abend links und rechts vom Tabernakel den Altarraum der Kirche St. Josef schmücken. In diesem Jahr ist es anders. In Zeiten des Stromsparens setzten auch wir ein Zeichen und verzichteten auf die zwei großen Christbäume im Altarraum. Jedoch an der Krippe an den Altarstufen leuchtet der Christbaum. Die kunstvollen Gestecke (von einer Mitarbeiterin gestaltet) im Kirchenraum erstrahlen im Glanz und erfreuen alle. Beim Beten und Betrachten werden gegenwärtig die Worte des Evangeliums der Hl. Nacht: „…Da trat ein Engel des Herrn zu ihnen (den Hirten) und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt…Lk, 1-14“

Gedenken an 100. Geburtstag von Richard Lechner – 29.12.2022

                             Foto von +Richard Lechner

Richard Lechner wurde am 29. Dezember 1922 geboren. Schönbrunn wurde schon in jungen Jahren seine Heimat, er hatte seine Ausbildung als Schreiner in Schönbrunn gemacht und über Jahrzehnte hier gelebt. Richard Lechner hatte eine begnadete Tenorstimme, die in seinen Jugendjahren entdeckt und gefördert wurde. Ein Bruder unserer ehemaligen Musikschwestern brachte ihn nach Schönbrunn und stellte ihn den Schwestern vor. Diese erkannten das Talent von Richard Lechner und förderten seine Stimme und seinen Gesang. Richard fuhr nach München zu Prof. Reuter bei dem er Gesangsunterricht nahm. Er sang Konzerte im Schloss Dachau, Schleißheim usw. In Schönbrunn lernte er auch seine Frau Amalie kennen, am 3. April 1965 heirateten sie in der Dorfkirche Schönbrunn. Im Januar 1966 kam die einzige Tochter Monika zur Welt. Seiner Familie zu liebe sang Richard Lechner keine Konzerte mehr, sondern nur noch in Schönbrunn „Zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen“ wie er selbst sagte. In den Folgejahren machte er sich auch einen Namen als Leiter und Dirigent des Schönbrunner Kirchenchores und als Leiter der Blaskapelle Schönbrunn, die er mitbegründete.

Am 1. Oktober 1994, mit nicht mal 72 Jahren starb Richard Lechner. Am 29. Dezember 2022 wäre er 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass fand in Schönbrunn ein Gedenkgottesdienst statt, den seine Tochter Monika als Organistin und Kantorin musikalisch umrahmte.

Dienstjubiläen 2022 – 27.12.2022

Das Foto zeigt die Dienstjubilarinnen des Zentralbereichs aus den vergangenen drei Jahren. Aufgrund der Corona-Situation fanden in den Jahren 2020 und 2021 keine Weihnachtsfeiern statt. Die öffentlichen Ehrungen wurden heuer nachgeholt.

Es ist eine gute Tradition bei uns geworden, bei den Weihnachtsfeiern der verschiedenen Dienstbereiche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorzustellen, die im zu Ende gehenden Jahr ein Dienstjubiläum begehen konnten. Im Jahr 2022 konnten wir sieben Mitarbeiterinnen für die langjährige Zugehörigkeit zu unserer Dienstgemeinschaft ehren.

Frau Andrea Giereth, Frau Maria Hörmann und Frau Eva Maria Reitinger feiern 5jähriges Dienstjubiläum. Frau Giereth arbeitet als Krankenschwester in unserem Schwesternaltenheim St. Raphael, Frau Maria Hörmann gehört zum Hauswirtschaftsteam des Zentralbereiches und Frau Eva Maria Reitinger ist in unserem Klostergut Harpfetsham tätig. Ebenfalls im Klostergut Harpfetsham ist Frau Christine Bornmann beschäftigt, sie feiert 10jähriges Dienstjubiläum. Für 15jährige Dienstzugehörigkeit wurde Frau Anne Katrin Rassek geehrt, sie ist als Altenpflegerin im Schwesternaltenheim tätig. Seit 25 Jahren arbeitet Frau Carola Vassallo im Team des Nachtdienstes im Haus St. Raphael und Frau Ingeborg Notini feiert 30jähriges Dienstjubiläum, sie ist in der Hauswirtschaft im Haus St. Raphael beschäftigt.

In Summe sozusagen 95 Jahre voller Engagement und Tatkraft. Wir danken unseren Mitarbeiterinnen für ihre Loyalität, für ihren verantwortungsvollen Einsatz und für ihre Verbundenheit mit uns Schwestern und unserem Auftrag.

 

Die O-Antiphonen im Stundengebet der Kirche – 18.12.2022

Die Tage vom 17.–23. Dezember sind durch die sieben O-Antiphonen in der abendlichen Vesper besonders herausgehoben. In ihnen wird Jesus Christus unter Bildworten und Titeln angerufen, die im Alten Testament dem erwarteten Messias zugesprochen werden. Die O-Antiphonen haben alle denselben Aufbau. Sie beginnen mit dem „O“, dem bewundernden Ausruf des Staunens über Gottes Heilstaten, die sich in besonderer Weise in Christus, unserem Erlöser, offenbart haben. Dann schließt sich ein messianischer Hoheitstitel aus dem Alten Testament an, der jeweils auf Jesus Christus hin gedeutet wird. Auf diese Hoheitstitel folgt eine Aussage über das, was der Herr tut oder wie er seine Herrschaft ausübt. In dem eindringlichen Ruf »Veni« – Komm! – drückt sich die Heilssehnsucht des Gottesvolkes bis heute aus. Es sind wunderbare Bilder, zum Teil Erinnerungen an das Wirken Gottes an seinem Volk Israel. Wer sich von dieser innigen Einheit erfassen lässt, wird etwas erfahren von der Sehnsucht, mit der diese Tage zum Weihnachtsfest hindrängen. Es geht um das Hören, Singen und Beten dessen, was Ziel unserer Sehnsucht ist. Auf unserer Homepage ist jeden Tag die entsprechende O-Antiphon zu lesen.

Nikolausabend bei den Schwestern – 6.12.2022

        Sr. M. Barbara „läutet“ dem Nikolaus voraus                                 Schwestern mit den Nikolausgaben

Es ist schöne Tradition, dass am Vorabend des Nikolaustages der Bischof Nikolaus auch uns Schwestern besucht. Wie schon zur schönen Tradition geworden, schlüpfte wieder der Priesteramtskandidat des Pfarrverbandes, in diesem Jahr Diakon Christian Ulbrich, in die Rolle des Bischof Nikolaus. Mit leisem Glockengeläut begleitete Sr. M. Barbara sein Kommen. Von uns Schwestern mit einem Lied empfangen, musikalisch begleitet von Pater Manfred Karduck, ging er würdevoll durch die Reihen und grüßte die Schwestern, einschließlich Pfarrer Bartmann und Pfarrer Eichhammer, die zu Gast waren. Sr. M. Gabriele begrüßte Bischof Nikolaus herzlich und lud ihn ein, uns die „himmlische Botschaft“ zu künden. Dies tat Bischof Nikolaus mit gewählten und ansprechenden Worten. Wie staunten wir Schwestern über die wohlwollenden Worte in Gedichtform. Ein schöner Brauch, den wir jedes Jahr gerne  pflegen.